Grauelsdell / Herrmannszeche / Schwerspatabbau / Eisenerzabbau / Quecksilberversuche

 

Lage

Etwa nördlich, unterhalb des Schneeweiderhof, liegt am Bornberg (nicht am Herrmannsberg) der Bereich Grauelsdell. Sie  gehört zur Ortsgemeinde Oberweiler im Tal. Neben der Grube Neue Hoffnung befindet sich auch die Herrmannszeche verschiedene Versuchsabbauten sowie ein Schwerspatabbau in diesem Tal.


Wissenswertes

Im Bereich der Grauelsdell waren gleich mehrere Abbauversuche. Dies waren Neue Hoffnung, Herrmannszeche, mehrere Abbauversuche auf Quecksilbererz, ein Schwerspatabbau und eine Eisenerzverleihung.

Die Herrmannszeche baute auf Quecksilber. Dechen erwähnt diese Grube 1848 als "ein vor kurzem wieder aufgenommener Quecksilberabbau in der Grauelsdell". Vermutlich gehören auch die in direkter Nähe liegenden Versuchsbauten (nicht der Barytabbau) zu dieser Grube.

Bei dem von Grimm u.a. erwähnte Schwerspattagebau in der Grauelsdell handelt es sich nicht um einen Tagebau sondern um einen Stollenabbau. Er geht nachweislich auf 1911 zurück. Über dem verfallenen Mundloch welches zur riesigen Halde gehört, liegt ein kleinener Versuch der vermutlich ebenfalls zum Scherspatabbau gehört. Der Schwerspatabbau liegt wenige Meter neben der Herrmannszeche und sollte nicht mit dieser verwechselt werden. Das unten eingestellte Bild zeigt das Stollenmundloch des Schwerspatabbaus und nicht die Herrmannszeche. Im Hintergrund ist ein Teil der Halde die zur Herrmannszeche gehört zu sehen. Auf dieser Halde findet sich kein Baryt.

Der Eisenerzbergbau weiter unterhalb im Tal war eigentlich nur eine Mutung und gehörte nicht zur Herrmannszeche. 1920 trieb Obersteiger Altpeter einen 60 Meter langen Stollen vor. Ein Abbau fand allerdings nicht statt.

Einfachhalber werden fast alle uns bekannten Bergbautätigkeiten in der Graulsdell hier erwähnt. Grund dafür sind mangelnde Funde einzelner Fundpunkte. Nur das Werk Neue Hoffnung wird von uns derzeit gesondert aufgeführt.

Quelle: Grimm, Grimm, Schindler, Schindler; Der Aufschluss 5 1990. Geologischer Aufbau, hydrothermale Vererzungen und Bergbaugeschichte des Herrmannsberges.

 

                                                                                                                                                                                 

 

 

 

Mineralienfunde

 

Baryt

Chalcedon

Glaskopf

 

Quarz

Zinnober