Grube Winkelbach

 

Lage

Fast auf dem Hauptgipfel des Königsberg, auf der Hinzweilerer Seite, befindet sich die Hohe Buche. Bergbaureste sind dort leider nicht mehr zu finden.

Wissenswertes

Schon 1958 wurden im Bereich der Hohen Buche durch das Landesamt für Geologie erstmalig Gesteinsproben mit deutlich erhöhter Strahlung gefunden. Eine nähere Untersuchung führte damals allerdings nicht zu einem Erfolg.

1968 führte Gerhard Dreyer weitere Untersuchungen im Gebiet des alten Fundortes durch und konnte zahlreiche radioaktive Gesteinsproben mit Urangehalten von 1% U3O8 auffinden. Gleichzeitig wurde direkt daneben eine Quecksilbervererzung festgestellt.

Die aufgefundene Uran-Quecksilbervererzung wurde dann im Frühjahr 1969 durch die Gewerkschaft Brunhilde erschürft. Dafür wurden mehrere Schürfgräben von etwa 200m ausgehoben. Man stellte fest, dass die gesamte Erzführung an eine gangähnliche Zone gebunden ist, die nach 145° streicht und steil nach Ostnordost einfällt.

Schnell stellte sich heraus, dass der Abbau für die damalige Zeit nicht lohnenswert ist und im Juni 1970 wurden die Schürfe wieder eingeebnet. Heute ist davon leider nichts mehr zu sehen.

Zwar war der Abbau der Erze unwirtschaftlich, dennoch sollte auf den hohen wissenschaftlichen Wert des Auftretens einer Uran-Quecksilbervererzung hingewiesen werden. Die Fundstelle ist eine der wichtigsten Corderoitvorkommen in Deutschland.

Die Anzahl der an der Fundstelle vorkommenden Mineralien, ist im Gegenteil zu den Angaben auf anderen Webseiten in Wirklichkeit eher gering, dafür ist die Paragenese hochinteressant.

Auch das Vorkommen des seltenen Minerals Corderoit ist bemerkenswert, da es weltweit der einzigste Fundort ist an dem er in deutlich kristalliener Form vorliegt. Dies unterstreicht die Bedeutung der Fundstelle. Mit Glück fanden sich Stüfchen mit Corderoit, Zinnober und Meta Zeunerit.

Literatur: "Uranvorkommen im Königsberg" von Gerhard Dreyer

 

 

Mineralienfunde

 

Zinnober