Altlay

Grube Adolph-Helene

 

Lage

Die Relikte der Grube liegen im Altlayer Bachtal, welches man direkt von der Ortschaft Altlay erreicht.

 

Wissenswertes

In den Jahren 1849 - 1912 wurde um Altlay wurde verschiedene Felder auf den Abbau von Kupfer, Blei, Zink, Silber und Schwefelkies verliehen. Die Grube liegt am nordöstlichen Ende des Altlayer Gangzuges.

In der Zeit zwischen 1849-1871 wurden insgesamt elf Einzelfelder bei Altlay, an die Gewerkschaft Zell verliehen. Die Namen der Felder lauteten Zell, Adolf-Emil, Helene I-V, Adolf, Hohenstein I-III und Hunsrück.

Die im Altlayer Bachtal gelegene Grube Adolph-Helene ging 1856 als Grubenanlage mit Untertageabbau in Betrieb. Am Ende des Jahres 1864 übernahm die Wiesbadener Bergwerksgesellschaft die Grube. In den Jahren 1880-1885 lag die Grube offenbar still(keine amtlichen Statistiken bekannt). Erst 1886 werden wieder geringe Fördermengen erwähnt. 1893 wurde die Grube wegen schlechter Fördermengen wieder stillgelegt. Erst nach zehn Jahren versuchte man die Grube wieder in Förderung zu setzten.

1934 erwarb Jakob Fuchs aus St. Wendel das Bergwerkseigentum der Gewerkschaft Zell. 1938 wurde das Bergwerkseigentum von Wilhelm Everken aus Hanover übernommen. Die Gewerkschaft Zell übertrug am 21.04.1938 ihr Eigentum an die neu gegründete Gewerkschaft Barbarassegen, dessen Repressentant Wilhelm Everken war. Bis 1944 erwarb Albert Lenz aus Pünderich an der Mosel alle Kuxe und bestellte sich als Repräsentant.

Durch das Kriegsende kam der Betrieb 1945 zum erliegen.. Im Julie 1946 wurde der Grubenbetrieb durch die Gewerkschaft Barbarassegen auf Anordnung der französischen Militärbehörde wieder aufgenommen.

Die Gewerkschaft Barbarassegen baute bis 1957 erfolgreich Erz ab. Durch die fallenden Metallpreise stundete die Gewerkschaft Mercur 1958 den Grubenbetrieb. Nach Ablauf des Pachtvertrages, am 31. 12. 1959 ging der Betrieb nochmalig an die Gewerkschaft Barbarassegen über. Allerdings musste der Betrieb 1960 endgültig aufgegeben werden. Die Halden wurden dann zwei Jahre später größtenteils durch ein Unternehmer zu egebauzwecken ab. Heute sind im Altlayer Bachtal noch die Reste der Industrieanlagen und der Halden erkennbar. Funde sind allerdings von dort nicht mehr zu erwarten, da die Halden zum Einen sehr Erzarm waren und zum Anderen mittlerweile größtenteils abgefahren sind.

Quelle: technische Denkmäler in der Bundesrepublik Deutschland 4/II; Rainer Schlotta; S.: 1026-1034

 

 

                   

 

Mineralienfunde 

Ankerit

Apatit

Baryt

Bleiglanz

Dolomit

Kupferkies

Ktenasit

Pyrit

Quarz

Tetraedrit

Zinkblende