Kautenbach

 

Lage

Kautenbach ist ein Ortsteil von Traben Trabach. Das Dorf liegt im Kautenbachtal, durch den der Kautenbach fließt und der der Gemeinde den Namen gab. Erreichen kann man  Kautenbach, wenn man von Longkamp aus der L 187 in Richtung Traben Trabach folgt. Stollenmundlöcher der Grube lagen im und unterhalb des Dorfes. Sie sind teilweise nur noch schwer zu erkennen. Die Grube selbst ist nicht zugänglich.


Wissenswertes

Das Kautenbacher Werk war eine Blei- Kupferzeche. Sie liegt auf der linken Bachseite und baute auf drei, ziemlich parallelen Gängen. Diese waren  der so genannte Spattrum, der Kautenbacher Bleigang und der Kautenbacher Kupfergang. Der Kautenbach war damals die Gerenze zwischen Kurtrier und Sponheim. Die Gruben auf der rechten Bachseite gehörten zum sponheimischen.

Die Hauptgrube des Kautenbacher Reviers war die Grube Dorotheenberg auf der rechten Bachseite. Sie wird 1599 erstmals als "der Dorothea-Berg" erwähnt .Allerdings wurde die Grube zuvor schon betrieben und lediglich 1599 wieder entdeckt. Sie war in 32 Stämme aufgeteilt. Einige der Gewerker werden in "das Kirchenspiel Kleinich" namentlich erwähnt. Es handelte sich um Herzog Karl von Birkenfeld, Markgraf Eduard Fortunatus so wie die sponheimischen Beamtenfamilien. Das Werk arbeitete Jahrelang mit Verlust und wurde noch vor dem Dreißigjährigen Krieg wieder stillgelegt.
In die linksseitige Grube Kautenbach wurde über
Wilhelm-Strecke, die mitten im Dorf lag, eingefahren. Ausgefahren durch den Tiefen Stollen (Erbstollen) der unterhalb des Dorfes lag.
1748 wurde das Kautenbacher Revier an die Gebrüder Pidoll verlehnt. Durch die starke Wasserführung musste diese aber schon bald wieder aufgeben. Am 26. August 1752 fiel die Dorotheengrube (Grube durch die eingefahren wurde) an Adolph Böcking. 1759 wurde der Betrieb auf St Dorothee wieder aufgenommen. Das Erz wurde von ihm zur Allenbacher Hütte gebracht und dort verhüttet. 

Immer wieder hatte man Schwierigkeiten mit der Wasserführung und so wurde eine Wasserkunst gebaut.

1762 waren 15 Bergleute, 17 Förderleute und Erzwäscher, ein Schmied, 23 Poch- und Wascharbeiter so wie zwei Kunstwächter an der Grube beschäftigt. Allerdings arbeitete sie weiterhin mit hohen Verlusten. Hauptprobleme waren die schlechte Bewetterung, die Wasserhaltung und die Erzförderung da es nur einen Stollen gab, auf dem mehrere kleine Schächte angelegt waren. Der Abbau erfolgte 50 bis 64 Meter unter der Stollensohle. Das Stollenmundloch lag bei der späteren evangelischen Schule.  Als die Bergleute unvorsichtiger Weise unter dem Kautenbach einen Durchschlag zum Bernkasteler Tiefenbachstollen herstellten konnten die eindringenden Wassermassen nicht mehr bewältigt werden und die Grube St. Dorothee musste den Betrieb 1779 einstellen. An anderer Stelle wurde weitergearbeitet. 1792 gab es auf der kurtrierischen Seite den Helena- oder Barbaraberg, den Kaiserbrucher Stollen, den Wederather Stollen und die Kautenbach Zu damaligen Zeit waren 200 Bergleute beschäftigt. In einem Stollen wurden heiße Quellen entdeckt, die zur Gründung von Bad Wildstein führte. Auch auf der sponheimischen Seite wurde noch bis 1806 mindestens sechs Gruben betrieben. Die Konzession besaß Johann Mathias Sauermilch, der Eigentümmer der Allenbacher Schmelze.

1796 führte Anton Stöck das Kautenbacher Bergwerk weiter.
1820 wurde erst der „Tiefe Kautenbacher Stollen“ unterhalb des Dorfes zur Wasserführung und Förderung angelegt. Auch die oberen Stollen und Schächte der Fuseter Tagstrecke gehörten zum Kautenbacher Werk.

 

Funde können hier keine mehr gemacht werden. Halden sind nicht vorhanden und alle Stollen sind unzugänglich. Die Blaubleierzstufen wurden schon zur Zeit des Abbaubetriebes von den Bergleuten geborgen. Alle bekannten Stücke stammen aus dieser Zeit.

Quellen:

 

 

-Das Kirchenspiel Kleinich

-Der Blei-und Silberertbergbau bei Bernkastel

- Mineralien Welt 6/2011

 

Weitere Quellenangaben siehe Literatur

 

Mineralienfunde

Blaubleierz  Pseudomorphose von Bleiglanz nach Pyromorphit

Pyrit

Pyromorphit