Mineralienfreunde der Pfalz
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Bergwerke

Annenberg / Liebfrauenberg

 

Annenberg / Liebfrauenberg

 

Lage

Die Ortschaft Annenberg gehört zur Gemeinde Monzelfeld und liegt im Hinterbachtal. Sie kann durch die Beschilderung leicht gefunden werden.

 

Wissenswertes

Die Grube Liebfrauenberg liegt in der Nähe der alten Bergbauortschaft Annenberg. Sie baute auf Blei- und Silbererze. Am 30.06.1502 wurde die Fundgrube "Liebfrauenberg" erstmals durch den Erzbischof Johann von Trier an die Meister Ludwich Abdriber und Stepffan Wolblin belehnt. Schon mitte des 16. Jh. nahm allerdings die Bedeutung des Silbererzabbaus rapide ab. Während des 30. jährigen Krieges wurde der Abbau vollständig eingestellt, danach aber immer wieder für kurze Zeit aufgenommen bis er an der Grube Liebfrauenberg im 18.Jh. vollständig eingestellt wurde.

(Quelle: Der Anschnitt 17, S. 14-22, Essen)

Einige Zeit galt der Bereich des Stollenmundlochs als Geheimtipp für hervorragende Pyromorphitstufen bis einige " Sammler" den gesamten Bereich verwüsteten, das Stollenmundloch verschütteten und Bäume unterhöhlten. Das Sammeln an dieser Stelle ist verboten und wird durch den Forst und die Gemeinde kontrolliert.

 

                   

                                         ehemaliges Stollenmundloch der Grube Liebfrauenberg                                Tagebau der Grube alter Annaberg

Mineralienfunde

Bleiglanz

Cerussit

Pyromorphit

Quarz

 

 

 

Aschbacher Schwerspat

 

 

Aschbacher Schwerspat

 

Lage

Der ehemalige Grubenbereich ist am einfachsten über die Gemeinde Aschbach zu erreichen. Allerdings führen auch einige Wanderwege über den Königsberg an den ehemaligen Abbau. Reste der Verladerampen existieren noch und auch die Überbleibsel des Tagebaus sind noch zu sehen. Halden sind so gut wie keine mehr vorhanden.

Wissenswertes

Die Grube Aschbach lag und liegt noch am Nordrand des Königsbergs. Abgebaut wurde der nördliche Bereich des so genannten Hornganges, auch 12 Uhr Gang genannt. Dieser Gang war auf etwa 2500m aufgeschlossen und wurde an drei Stellen in bauwürdigen Mengen angetroffen und abgebaut. Der bedeutenste dieser Abbaue war der Aschbacher Schwerspat (Grube Aschbach).

Der Abbau begann etwa um1890 und endete offiziell 1950. Besitzerin und Grubeneigentümerin war über die gesamte Zeit die Gemeinde Aschbach.. Allerdings war der Abbau während dieser Zeit nicht durchgängig und auch die Intensität des Abbau war je nach Pächter unterschiedlich.

Übersicht über die Pachtverhältnisse aus : Westricher Heimatblätter, Jahrgang 19, Nr. 4, "Der ehemalige Bergbau im Königsberg" von Hans Schmitt, S 181.

Um 1890 Krieger - Braun, Wolfstein; Nov. 1901 Deutsche Schwerspat GmbH, Frankfurt/M; Nov.1929 Rheinische Fluß- und Schwerspatwerke Ludwigshafen/Rhein; Okt.1930 Union Chemiques Belges SA, Brüssel; Jan. 1934 Deutsche Schwerspat GmbH Neuß/Rhein; Sept. 1937 Saarpfälzischer Erzbau AG, Neustadt/Weinstr; Nov. 1942 Gewerkschaft Thomas II, Oberkirch/Bad.

Der letzte Pachtvertrag endete im Dezember 1950. Ab 1937 wurden große Mengen Schwerspat gefördert und es waren bis zu 400 Arbeiter beschäftigt. Allerdings war zu dieser Zeit, in den Jahren 1941-42, der Bergbau stillgelegt.

Nach 1950 fand sich kein neuer Pächter und das Schwerspatgelände wurde eingeebnet. Eine zum Abtransport des Schwerspats errichtete Seilbahn bis zum Bahnhof Wolfstein, wurde 1952 demontiert. Der noch auf Halde liegende Schwerspat wurde 1956 an die Chemische Produkten GmbH verkauft und von dieser abtransportiert.

Literatur:  Westricher Heimatblätter, Jh 19, Nr. 4

                  Schwerspat- und Erzgänge am Königsberg bei Wolfstein und Untersuchung der Färbung von fleischroten Schwerspäten. H-P Geis, Mainz, Neues Jahrbuch Mineral. Mitt 1953.

                 

 

 

                   

 

 

Mineralienfunde  

Baryt

Goethit

Hollandit

Pseudomorphose

 

 

Pyrolusit

Rauchquarz

Zinnober

 

 

 


 

 

 

Bad Bergzabern / Grube Petronell

 

Bad Bergzabern  /  Grube Petronell

 

Lage

Die Grube Petronell lag am gleichnamigen Berg bei der Stadt Bad Bergzabern, in Richtung Birkenhördt an der B 427.  Relikte sind kaum noch zu erkennen.


Wissenswertes

Alles was wir bislang über die Grube Petronell in Erfahrung bringen konnten, stammt aus einem Bericht von Camelet, in dem er die Eisenerzgruben bei Bad Bergzabern beschreibt.

Abgebaut wurde Eisen- und Manganerz.

Der Beginn des Bergbaus am Berg Petronell ist nicht eindeutig nachgewiesen. Man vermutet dort aber einen römischen Abbauversuch. Camelet schreibt in seinem Bericht, dass dort mindestens schon seit dem 16.10.1585 für den Hochofen von Schönau Bergbau betrieben wurde.                        

Beim Gestein des Berges handelt es sich, wie überall in der Gegend, um Buntsandstein. Dieser Sandstein wird von einem Salband aus Brauneisenerz durchzogen.

Es gab mehere Gruben die in den Bereich Petronell Süd und Petronell Nord unterteilt werden. Nach dem zweiten Weltkrieg wurden sämtliche Grubeneingänge durch die Franzosen zugesprengt. Ein Schacht konnte vor längerer Zeit geöffnet werden und die Grube Petronell Nord 1 konnte somit vermessen und geologisch so wie montanhistorisch Untersucht werden. Da es immer wieder zu Einbruchsversuchen kam, wurde der sieben Meter tiefe Schacht verfüllt und zusätzlich mit einer Stahlbetonplatte versiegelt.

Funde sind leider von dort nicht mehr zu erwarten. Auch auf den spärlichen Halden ist so gut wie nichts mehr zu finden.

Da es im Bereich Petronell immer wieder zu Einbruchsversuchen gekommen ist, bei denen nicht nur ein hoher Sachschaden entstanden ist, sondern auch wichtige Fledermausquartiere gestört wurden, sind die Grubeneingänge mittlerweile zugeschüttet worden.

 

                   

 

Mineralien

Glaskopf

Hollandit

Pseudomorphose von Pyrolusit nach Manganit

Pyrolusit

 

 

 

 

 

 

Baumholder / Clarashall

 

Baumholder / Clarashall

 

Lage

An der L169/L176 zwischen Baumholder und Heimbach, auf der Gemarkung Ruschberg, liegt etwas versteckt, schon auf dem Gelände des Truppenübungsplatzes Baumholder, das Stollenmundloch der ehemaligen Schwerspatgrube Clarashall.

 

Wissenswertes

Erstmalig wurde etwa um 1880 bei der Gemeinde Aulenbach nach Schwerspat gegraben. In größerem Stil wurde ab dem 10. Mai 1910, durch Thüringische Prospektoren, Baryt abgebaut.

In den folgenden Jahren wechselten aus finanziellen Gründen die Betreiber mehrfach. In den Jahren 1919/20 teufte man einen 40 Meter tiefen Förderschacht ab, der 1927 um weitere 35 Meter vertieft wurde.

Durch die Anlage des Truppenübungsplatzes (1938) konnte dieser Schacht nicht mehr benutzt werden und somit trieb man vom Südhang des Feldberges einen 1600 Meter langen Stollen zu dem bis dahin noch weiter abgeteuften Schacht. Somit wurde auch die Grube von der Gemarkung Aulenbach auf die Gemarkung Ruschberg verlegt.  Von Kriegsende bis 1947 kam der Schwerspatabbau vollkommen zum erliegen.
Bis 1952 war die Grube unter französischer Kontrolle. Auf Grund deren unkontrolliertem Vorgehens, wurde der Schwerspatvorrat auf der angelegten Sohle fast vollkommen abgebaut.          

Durch einen Blindschacht konnte später eine weitere Sohle bei 135 Metern erschlossen werden. Anfang Juli 1974 wurde der Schwerspatabbau durch die Betreiberfirma Sachtleben eingestellt.

 

Keine Fundmöglichkeiten mehr. Die Grube liegt auf Truppenübungsplatzgelände und ist vollständig geflutet.

 

                   

 

Mineralienfunde

Baryt

Calcit

Chalcedon

Psilomelan

Pyrolusit

Quarz

Zinnober

Wad

 

 

 

Bergwerke

 

Bergwerke

 

In Pfalz, Westrich und im Hunsrück ging der Bergbau schon seit dem Mittelalter um. In einigen Fällen waren auch schon Römer und Kelten bergmännisch aktiv. Unzählige Gruben, Pingen, Schächte und Halden sind aus dieser Region bekannt.
Abgebaut wurden in der Hauptsache Eisen-, Kupfer-, Blei- und Silbererz , so wie natürlich in der Nord- und Westpfalz, Quecksilber. Interessant sind auch die Versuche auf Kobalt, Zink und Uran.

Viele Halden sind zwar bekannt, aber von Mineraliensammler bislang kaum bearbeitet. Dies liegt daran, dass hier der Stellenwert des Bergbaus nie den Umfang anderer Erzreviere (Ausnahme Quecksilber) erreichte und deshalb Haldenfunde sehr spärlich sind.
Die Stollen selbst sind meist verstürzt und nicht mehr zugänglich. Einige Gruben sind Besucherbergwerke und somit erübrigt sich das Mineraliensammeln Untertage. Übertage sieht es mit dem Sammeln nicht viel besser aus. Viele ehemals ergiebige Halden wurden abgefahren und zum Straßenbau verwendet. Halden, die für Mineraliensammler interessant waren sind auf Grund ihrer geringen Größe abgesucht und viele noch vorhandenen Halden bestehen fast ausschließlich aus taubem Gestein in dem sich nur ganz selten Mineralien finden.
Nur durch intensive Recherche kann man in bestimmten Gebieten noch ergiebige Stellen ausmachen die bei intensiver Bearbeitung noch Mineralstüfchen liefern. Oftmals handelt es sich hierbei um Micromounts und nur selten um Klein- bzw Handstufen. Dennoch konnten „Spezialisten“ speziell im Quecksilberrevier neue und seltene Mineralien aufspüren.
Die Vielzahl der vorkommenden Mineralien in den
Bergbaurevieren der Gegend ist allerdings beachtlich. So sind Beispielsweise von den Kupfer- und Kobaltgruben in Imsbach 64 verschiedene und untersuchte Mineralien bekannt. Die Quecksilbergruben bei Obermoschel stehen dem kaum nach und lieferten zudem noch seltene Quecksilbererze. Allerdings ist das Aufgraben von Quecksilberhalden mittlerweile, durch das häufige Auftreten von gediegenem Quecksilber, verboten.

 

  1. Bobenthal
  2. Bornberg (Herrmannsberg) / Eßweiler / Lamborn
  3. Bornberg (Herrmannsberg) / Oberweiler im Tal / Grube Neue Hoffnung
  4. Bornberg (Herrmannsberg) / Oberweiler im Tal / Hermannszeche

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