Steinbrüche
Steinbrüche
Idar-Oberstein
Am Rande des Hunsrücks, mitten im Nahetal liegt das Städtchen Idar-Oberstein. Das Gebiet in dem die Stadt liegt wird auch Edelsteinregion genannt. Heil-, Schmuck- und Edelsteine sind dort allgegenwärtig. Noch heute ist die Stadt durch die Edelsteinindustrie geprägt und ist auch immer noch ein wichtiges Edelsteinhandelszentrum in Europa. Doch nicht nur der Handel von Steinen spielte und spielt in Idar-Oberstein eine große Rolle, sondern auch das Vorkommen und der Abbau von Achaten. Andere Mineralien, wie z.B. Amethyst, stellen für Mineraliensammler Besonderheiten dar und wer hätte denn nicht gerne eine schöne Amethystdruse aus er Region in seiner Sammlung.
Vermutlich waren es die Römer, die im Nahegebiet, mit dem Suchen und Bearbeiten von Achaten begannen. Um 1375 berichtete der Mainzer Domherr Otto von Diemeringen von Achatfunden aus der Gegend. Seit dieser Zeit tauchten immer wieder neue Berichte über Achatabbau und Achatbearbeitung in und um Idar-Oberstein auf. 1774 berichtete der Direktor des kurfürstlichen Naturalienkabinetts in Mannheim, Cosimo Alessandro Collini von den Vorkommen und den Abbau der Achate im Gebiet der Herren von Idar-Oberstein.
Um die 150 Achatabbauten waren bekannt. Allerdings handelte es sich meist um so genannte Tagebauten und nur selten um richtigen Bergbau. Eines dieser Bergwerke ist heute als Besucherbergwerk Steinkaulenberg zu besichtigen.
Für Mineraliensammler die sind natürlich die Steinbrüche um Idar-Oberstein die Ziele. Leider steht nur noch der Steinbruch Juchem im Fischbachtal im Abbau. Alle weiteren bekannten Steinbrüche sind stillgelegt und zum Teil nicht mehr begehbar. Wenige kleinere Aufschlüsse liegen sogar im Bereich des Truppenübungsplatzes Baumholder und sind somit strengstens gesperrt.
Für Achatsammler bieten abgeerntete Äcker eine interessante Fundmöglichkeit. Allerdings muss vor dem Begehen unbedingt um Erlaubnis gefragt werden.
Zu Empfehlen ist bei einer Exkursion nach Idar-Oberstein der Besuch des Edelsteinmuseums und des Heimatmuseums mit seiner Mineraliensammlung.
Idar-Oberstein / Bernhard
Lage
Der Steinbruch Bernhard liegt direkt an der L160 im Fischbachtal gegenüber dem Steinbruch Juchem.
Geologie
In dem schon seit Jahren stillgelegten Steinbruch wurde in der Hauptsache Basalt für den Strassenbau abgebaut. Ein großer Teil ist mittlerweile verfüllt. Funde sind nicht mehr zu erwarten. Der Bruch gehört heute zur Juchemgruppe und von daher gelten auch dort die Bestimmungen wie im gegenüberliegenden Steinbruch Juchem. Das Betreten ist ausnahmslos verboten! Hinweise dazu sind auch auf der Internetseite der Firma Juchem nachzulesen:
http://www.steinbruch-juchem.de/
Mineralienfunde
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Achat
Amethyst Calcit |
Harmotom Quarz Rauchquarz |
Idar-Oberstein / Juchem
Lage
Der Steinbruch liegt direkt an der L160 im Fischbachtal kurz vor Niederwörresbach.
Geologie
In der Hauptsache wird in diesem Steinbruch Basalt abgebaut, welcher im Straßenbau Verwendung findet. Gegen ein Entgelt kann zu bestimmten Zeiten im Steinbruch Juchem nach Mineralien gesucht werden. Nähere Informationen dazu unter:
http://www.steinbruch-juchem.de
Achtung, neue Sammelbestimmungen beachten!!
Mineralienfunde
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Achat
Amethyst
Aragonit
Azurit Baryt Bitumen Calcit
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Chabasit
Delessit
Erythrin Fluorit Goethit Haematit
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Harmotom
Kupferkies
Malachit
Pyrit
Quarz Rauchquarz
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Idar-Oberstein / Setz
Lage
Der Steinbruch Setz liegt zwischen Idar und dem Stadtteil Tiefenstein an der B 422. Er ist schon von weitem, direkt hinter der Historischen Weiherschleife, zu sehen.
Wissenswertes
In früheren Zeiten wurde im Steinbruch Setz Basalt abgebaut, der in der Hauptsachen für den Straßenbau verwendet wurde. Da der Betrieb schon vor Jahrzehnten eingestellt wurde, sind von dort keine Funde mehr zu erwarten.

Mineralienfunde
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Achat
Amethyst Chabasit |
Goethit HarmotomHaematit Quarz Rauchquarz |
Imsbach
Lage
Von der B48 bei Winnweiler, erreicht man über die K4 oder L392 das kleine Bergmannsdorf Imsbach am Donnersberg. Der stillgelegte Steinbruch liegt direkt am Waldparkplatz im Katharinental bei Imsbach. Das Gelände ist privat verpachtet und das Betreten ist verboten. Mitlerweile ist der Bruch wieder zugewachsen und eingezäunt. Die Fundschichten sind abgebaut oder abgedeckt. Somit sind Funde nicht mehr möglich.
Geologie
In diesem Steinbruch, am Rande des Donnersbergs, steht kein Ryolith sondern Melaphyr an. Kleine Lagen von silifiziertem Tuff treten finden sich ebenfalls in diesem Bruch. Sie sind möglicherweise für die Entstehung der Hohlräume (Ausgasung), in denen später die Achate entstanden sind, verantwortlich.

Mineralienfunde
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Achat Calcit Hämatit |
Quarz
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