Bergwerke
Bergwerke
Eßweiler / Am Spieß
Lage
Im südwestlichen Bereich des Königsbergs, auf der Gemarkung Eßweiler, liegt der Fundort "Am Spieß"
Wissenswertes
Bei er Fundstelle am Spieß handelt es sich um einige Schurfpingen. Diese Schurfpingen gehören zum nahe gelegenen und um 1780 entstandenen Schurfwerk Christians Erzfreude. Neben dieser Grube gründeten die Bergleute eine Siedlung mit dem Namen "Auf dem Spieß" Es lebten dort 5 - 6 Familien. Im Kirchenbucheinträgen ist diese Siedlung von 1760 bis 1815 als Ortsteil von Eßweiler aufgeführt.
Quelle: Der Erzbergbau der Pfalz von H. Walling S. 206
Gemeinde Eßweiler www.Essweiler.de
Mineralienfunde
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Zinnober
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Etgert / Grube Caroline-Auguste
Lage
Das Dorf Etgert liegt im Hunsrück und gehört zur Verbandsgemeinde Thalfang am Erbeskopf. Zu erreichen ist es am einfachsten über die B 327.
Wissenswertes
Über die Geschichte der Grube Caroline Auguste leider nur sehr schwer etwas zu erfahren. Dies liegt unter anderem daran, dass sie zu einer Gewerkschaft gehörte und unter deren Namen betrieben wurde. Es handelt sich um die Gewerkschaft der Grube Anna. In einer Urkunde von 1868 von einem Notar Euler, wird die Grube Caroline Auguste als Teil dieser Gewerkschaft aufgeführt. Zum damaligen Zeitpunkt war die Grube schon mindestens 12 Jahre, also seit 1856, in Betrieb.
Die Gewerkschaft der Grube Anna baute auf Blei, Silber, Kupfer und Zink. Besitzer waren im Jahr 1868
1. Johann Keller (Notar in St. Wendel), 2. Carl Welso (Gutsbesitzer aus Altenkirchen) 3. Carl Cetto (Gutsbesitzer in Trier), 4. Eduard Karcher (Gutsbesitzer in Saarbrücken), 5 Doctor Carl Adolard Ludwig Riegel (Apotheker in St. Wendel), 6. Richard Keller (Kaufmann in St. Wendel).
Die Gewerkschaft bestand aus einzelnen Grubenfeldern. Hierzu gehörten
1. Grubenfeld Anna, Berglicht 2. Grubenfeld Eduard, Trittenheim 3. Grubenfeld Berglicht, Berglicht, 4. Grube Caroline-Auguste, Etgert 5. Grube Gertrudssegen, Gielert 6. Grubenfeld Lawa, Rorodt 7. Grubenfeld Hunsrück, Hunlonstein 8. Grube Hunlonstein, Hunolnstein 9. Grubenfeld Gräfenthron, Gräfenthron 10. Grubenfeld Carl Johann, Horath 11. Grube Glücks-Anfang, Bernkastel 12. Grubenfeld Magdalena, Thron 13. Grubenfeld Piesport, Piesport 14. Grubenfeld Thronecken, Trittenheim.
Nur von den wenigsten Grubenfeldern ist uns bislang Bergbau bekannt. Bergbaureste sind in Gielert und Hunolnstein nachweisbar.
Wie lange die Grube Caroline Auguste betrieben wurde ist uns noch nicht bekannt. Allerdings könnten Akten über den Bergbau bei Thalfang neue Informationen bringen.
Über Hinweise zur Geschichte der Grube Caroline Auguste oder der Gewerkschaft Anna würden wir uns freuen.
Lit.: Cetto, eine St. Wendeler Familie; von Roland Geiger; S. 106 - 107

ehemaliges Stollenmundloch
Mineralienfunde
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Allophan Anglesit Aragonit Asbolan Aurichalcit Azurit Baryt Bergkristall Bleiglanz Brianyoungit BrochantiCalcit Cerussit Chrysokoll
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Covellin CupritCuproromeit Cuproadamin DevillinDolomit Hemimorphit Hydrozinkit Kupfer ged. Ktenasit Kupferkies Langit Linarit MalachitMimetesit Minohlith Posnjakit
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Pyrit
Pyromorphit
Ramsbeckit
Rosasit
Schulenbergit Siderit Smithsonit StrashimiritTetraedrit Theisit Zinkblende Zinkolivinit Zinkrosasit
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Goldgrube
Lage und Wissenswertes
Das Werk befindet sich am Wasserschleifer Kopf am Königsberg. 1778 wurde es als Quecksilberbergwerk unter dem Namen Wasserschleifer Schurfwerk begonnen und später unter dem Namen Goldgrube weiter betrieben. Die Suche nach Quecksilbererzen war nicht sonderlich erfolgreich und von daher nicht von langer Dauer. Um 1800 wurde die Grube erneut geöffnet, allerdings galt die Suche nun dem dort reichlich vorkommenden Schwefelkies. Mehrere Trümmer von 1-4 Zoll Mächtigkeit wurden verfolgt mit der Absicht Gold zu gewinnen. Da dies nicht gelang wollte man Schwefel produzieren. Schon 1806 wurde die Grube stillgelegt.
Weitere Einzelheiten finden Sie in Der Erzbergbau der Pfalz von H. Walling, S. 203
Mineralienfunde
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Baryt
Melanterit
Pyrit
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Grube Aurora / Weiden
Lage
Weiden ist ein kleiner Ort im Landkreis Birkenfeld/Hunsrück. Man erreicht die Ortschaft wenn man auf der L160 von Herrstein/Hunsrück nach Asbach fährt und auf dieser Strecke auf die K21 abbiegt. Nach wenigen Kilometern kommt man dann in den Ort Weiden. Das ehemalige Grubengelände lag am Ortsausgang in Richtung Hottenbach. Leider ist von der ehemaligen Grube Aurora nichts mehr zu sehen. Grubengebäude und Halden sind beseitigt und auf dem Gelände wurde ein Festplatz mit Grillhütte eingerichtet. Nur ein Gedenkstein erinnert noch an den dortigen Bergbau.
Wissenswertes
Das Bleiwerk Weiden wurde wahrscheinlich schon um 1600 betrieben. Der älteste Stollen lag im Gewann "Irzhüwel". Wie viele andere Gruben auch kam der Bergbau dann im Dreißigjährigen Krieg zum erliegen. Mitte des 18. Jh. wurde zwischen Weiden und der Weidener Brücke ,unter dem Jungwald, der Marienstollen angelegt, der aber 1788 schon wieder geschlossen wurde und nicht zur späteren Grube Aurora gehörte. Betreiber war J. Fr. Stumm, der Besitzer der Asbacher Hütte. Um 1800 wurde erneut Versuchsarbeiten mit befriedigendem Ergebnis durchgeführt. Während der Franzosenzeit wurde von der Fischbacher Bergwerksgesellschaft immer wieder nach Bleierz geschürft. Am 17.02.1852 beantragten dann die Gebrüder Böcking eine Konzession auf Bleiglanz, allerdings bekam der Mitkonkurrent Friedrich von Rößler aus Koblenz am 10.02.1858 die Konzession unter dem Namen Aurora zugesprochen. Das Feld wurde auf 5859 Morgen festgelegt. Die Grundrechtsentschädigung betrug 1 Pfennig pro Morgen im Jahr. Allerdings kam es zu keiner nennenswerte Bergbautätigkeit und die Gemeinde Weiden kündigte die Konzession auf. Diese fiel danach an die Aktiengesellschaft Peters und Eckers aus Bechthold in Ostfriesland, unter der dann ein Schacht abgetäuft und mehrere Strecken angelegt wurden. Als sich der Abbau als Lohnend erwies, wurde ein Pochwerk und eine Erzwäsche in Weiden gebaut. Das Erz selbst verfrachtete man nach Braubach am Rhein, wo es verhüttet wurde. Gefördert wurde silberhaltiger Bleiglanz welcher in einer Mächtigkeit von 5 cm bis zu 63 cm auftrat. Im Jahr 1896 wurde die Grube für 80 000 Mark an W. Wünkhaus aus Bochum verkauft. Der Hauptschacht war bis dahin auf eine Tiefe von 235 Meter abgeteuft und es wurde auf 10 Sohlen abgebaut, 1900 war der Schacht 305 m tief und es wurde auf 21 Sohlen abgebaut. Die Jahresförderung betrug etwa 1100 - 1300 Tonnen Bleierz und etwa 3 - 4 Tonnen Zinkblende. Eine Tonne Bleierz brachte 137,50 Mark. Bis zum Jahre 1898 sank die Fördemenge allerdings derart ab, dass am 1. Januar 1900 dann der Betrieb der Grube eingestellt wurde. Während der Betriebszeit der Grube Aurora waren zeitweise 140 Beschäftigte angestellt. Bei der Schließung waren es nur noch 15 Bergleute.

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Mineralienfunde
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Grube Christians Glück
Lage
Die Grube liegt auf Rutsweiler Gemarkung am Südhang des Königsberg.
Wissenswertes
Die Grube Christians Glück liegt am Südhang des Königsbergs auf Rutsweiler Gemarkung und baute zunächst auf Quecksilbererz und dann auf Eisenerz. Vermutlich wurde die Grube in den 1750er Jahren schon begonnen. Diese Betriebszeit war allerdings nur kurz. Ihr Feld erhielt sie kurz vor 1774. Hier wurde die mittlerweile verlassene Grube wieder neu gemutet. 1776 erfolgte der Durchschlag zur Nachbargrube Theodors Erzlust. Vermutlich wurden die Gruben hier auch zusammengelegt und benutzten gemeinsame Stollen und Anlagen. Die gemeinsame Betriebseinstellung erfolgte 1860. 1879 wurden dann die Hauptstollen der Grube Christians Glück, der Grube Theodors Erzlust und der Grube Göttelborn unter dem Namen Eintracht neu gemutet und verliehen. Hier sind aber keine größeren Tätigkeiten bekannt. 1937 bis 1941 wurde die Grube nochmals auf die vorkommenden Eisenerze untersucht, ging aber nicht mehr in den Abbau.
Aus "Der Erzbergbau der Pfalz", von H. Walling. Genaueres finden sie in genanntem Buch S. 202 - 203
Mineralienfunde
| Baryt Goethit Pseudomorphose Hämatit nach Pyrit |
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