Bergwerke
Bergwerke
Rutsweiler an der Lauter
Schurf am Jungenschlag am Sellberg
Lage
Rutsweiler ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Kusel und gehört zur Verbandsgemeinde Lauterecken-Wolfstein und liegt an der an der B 270. Die Fundstelle liegt nahe der PWV Hütte "vorm Sellberg" am Fuße des gleichnamigen Sellberg. Direkt hinter der Kaiserquelle sind alte Halden zu erkennen.
Auch am Königsberg liegen einige Gruben und Schurfe die zu Rutsweiler gehören.
Wissenswertes
Bei dieser Fundstelle handelt es sich um einen Schurf im Jungenschlag am Sellberg. Der Schurfschein wurde 1776 auf Quecksilbererz ausgestellt.
Auf der Gemarkung liegen einige Halden und Versuchsabbaue die in "Der Erzbergbau in der Pfalz"; Hans Walling Erwähnung finden. Laut Walling ging auf der Gemarkung um 1773 Quecksilberbergbau um.
Die an der Fundstelle nachgewiesenen Mineralien sind sehr klein und sehr selten im verquarzen Sandstein, ähnlich dem bei Föckelberg, zu finden.
Genauere Beschreibungen des dortigen Bergbaus findet man in: Der Erzbergau in der Pfalz; Hans Walling; S. 177 - 178.
Mineralienfunde
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Anatas
Baryt
Bergkristall
Pyrrhotin
Siderit
Turmalin
Zinnober
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Stahlberg
Lage
Das Örtchen Stahlberg findet man, wenn man vom Alzenstal kommend in Dielkirchen auf die L385 abbiegt und in Richtung Ransweiler fährt. Beim Ortsteil Neubau muss man dann in Richtung Stahlberg abbiegen.
Zu den alten Grubengeländen kommt man, wenn man duch Stahlberg hindurchfährt und direkt am Ort auf dem Waldparkplatz parkt. Ein Hinweisschild zeigt dann die genaue Lage der Halden und Gruben.
Die Gemeinde Stahlberg selbst ist direkt auf einigen alten Halden gebaut. Weitere Halden des Stahlberger Quecksilberreviers befinden sich im Rosswald bei Neubau.
Wissenswertes
Das Stahlberger Quecksilber- und Silbererzrevier gilt heute als das am besten erforschte Revier der Region. Bislang wurde der Beginn des Bergbaus im Stahlberger Revier auf das Jahr 1410 festgelegt. Neuere Erkenntnisse lassen aber vermuten, dass der Bergbau schon lange Zeit davor dort betrieben wurde.
Zu beginn der Bergbautätigkeit wurde nicht wie zu vermuten währe Quecksilbererz abbgebaut, sondern man suchte in erster Linie Silbererz (Fahlerz).
Das Revier umfasst die Gruben um Stahlberg,der Rosswald bei Neubau und auch die Gruben bei Katzenbach. Da aber das Revier Katzenbach meist getrennt aufgeführt wird und wir in diesem Bereich noch nicht gesammelt haben, beschränken wir uns hier nur auf den Rosswald und auf Stahlberg.
Der Stahlberger Bergbau hat eine lange und wechselhafte Geschichte. Ab 1632 ruhte der Bergbau sogar bis 1728. Erst ab diesem Zeitpunkt wurde wieder Versuche unternommen und das Hauptaugenmerk lag von nun an auf dem Quecksilbererzabbau. Quecksilber war bislang nur ein Nebenprodukt. 1743 wurde auf Grund des planlosen Abbaus eine Bergordnung eingeführt. Erst dann entstanden auf den alten und zerfallenen Bauten die neuen Werke mit den auch heute noch bekannten Namen. Bis in die 1790 Jahre wurde erfolgreich abgebaut. Während der französischen Herrschaft machte sich ein Niedergang bemerkbar, der sich erst 1820 wieder erholte. Allerdings kam der Bergbau um 1850 immer mehr zum erliegen Die letzten Versuche wurden dann 1934 unternommen. 1942 wurde der Bergbau um Stahlberg gänzlich eingestellt.
Auf den Halden befindet sich meist taubes Gestein. Dennoch ist mit viel Mühe und Ortskenntniss das ein oder ander Stüfchen zu finden.
Quelle: H. Walling, Der Erzbergbau in der Pfalz
Mineralienfunde
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Quarz |
Quecksilber
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Tauchentaler Mutwerk
Lage und Wissenswertes
leider können wir über dieses Wek noch nichts genaues sagen. Da die Funde nicht von uns gemacht wurden und wir daher den Genauen Fundpunkt nicht kennen, können wir diese nur dem Tauchentaler Mutwerk zuordnen. Allerdings setzte sich diesesgleich aus mehreren Grubenfeldern zusammen. 1774 wurde es laut Walling S.204, Der Erzbergbau in der Pfalz, begonnen und 1775 gemutet..
Mineralienfunde
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Baryt
Goethit
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Veldenz Grube Karlsglück
Lage und Wissenswertes
Über die Geschichte der Grube ist nicht viel überliefert. Kurze Erwähnung findet sie in: "Bergmännische Nachrichten von den merkwürdigen mineralischen Gegenden der herzoglich- Zweibrückischen Chur Pfälzischen, Wild- und Rheingräflichen und Nassauischen Ländern" von J. J. Ferbers 1776. Die Grube befindet sich mit zwei weiteren Gruben am Schlossberg bei Veldenz unterhalb der Burg.Abgebaut wurde dort Kupfererz auf dem so genannten Schloßgang (ein Quarzgang) Die Gruben liegen übereinander. Von Mineraliensammlern werden alle drei Gruben als Karlsglück angesprochen. Neben der Grube Karlsglück befinden sich an der Stelle noch die Gruben Frischer Muth und Graf Ludwig. In Jahr 1601 wurde an dem Bereich eine Probe genommen, die 28 Pfund Kupfer und Blei in einem Centner Kupfererz ergab. Der Centner Bleierz ergab 38 Pfund Blei und ein Loth Silber (Das Moselthal zwischen Zell und Konz, Christian Stramberg). 1785 wurde die Grube verlassen. Der Name des Grubenfeldes, in welchem die Gruben lagen, nannte sich Karlsglück.
Mineralienfunde
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Malachit
Quarz
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Wolfstein / Königsberg
Lage
Die kleine Stadt Wolfstein liegt im Lautertal, direkt an der B 270 und ist Teil der 2014 entstandenen Verbandsgemeinde Lauterecken - Wolfstein im Landkreis Kusel. Direkt bei der Stadt beginnt der Königsberg. Mit seinen 568 m ist er einer der höchsten Berge im Kusler Land. Er ist von zahlreichen Stollen durchzogen. In Wolfstein selbt ist das Kalkbergwerk zum Besucherbergwerk ausgebaut. Weiter wurden dort noch Quecksilber, Eisenerz Schwerspat und Kohle abgebaut. Die ehemalige Bergarbeitersiedlung Laufhausen ist untergegangen und nicht mehr vohanden.
Wissenswertes
Das Hauptaugenmerk des Bergbaus am Königsberg, lag bei der Quecksilbergewinnung. Es konnte zwar eine alte Eisenerzverhüttungsstelle am Königsberg aufgefunden werden (vermutlich römisch, aber nicht nachgewießen), dennoch begann der eigentliche Erzabbau erst um 1720 (Walling, Der Erzbergau in der Pfalz). Diese Versuche wurden aber schnell wieder eingestellt und der fortwärende Abbau begann erst in der Mitte der 1740 Jahre. Zwar wurden einige Bergwerke, Versuchsabbauten und Schurfwerke eingerichtet, allerdings entwickelten sich nur wenige dieser Anlagen zu fördernden Grubenbetrieben. Um 1860 kam der Quecksilberabbau zum erliegen.
Gegen Ende des 19. Jh. und um 1934 fanden nochmals Versuchsarbeiten auf Quecksilber statt, allerdings ohne Erfolg. Auch wurden 1937-1941 Versuche auf Eisenerz durchgeführt.
Um 1970 wurde dann im Bereich "Hohe Buche" ein Versuchsschurf durch die Gewerkschaft Barbarassegen auf Uran angelegt, aber schnell wieder eingestellt.
Genaueres über den Erzbergbau am Königsberg finden Sie in "Der Erzbergbau in der Pfalz, H. Walling, S. 201 - 208".
Von den meisten Gruben existieren leider kaum noch oder gar keine Überreste mehr. Im Bereich "Pfälzer Muth" ist noch ein Teil der Stollen und Halden zu sehen.
Leider sind die spärlich vorhandenen Haldenreste sehr mineralarm und zudem nur sehr schwer zu finden. Ortsansässige Königsbergspezialisten gelang es dennoch über Jahrzehnte hinweg, interessante Micromountsammlungen zusammenzutragen.
Die wissenschaftlich hoch interessanten Minerale der Uran-Quecksilbervererzung der Hohen Buche stammen aus der Zeit des Probeschurfs. Es sind dort keinerlei Bergbaureste mehr vorzufinden und somit leider auch keine Mineralien.

